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Zurück auf dem Surfbrett

Surf-Erlebnis nach CRPS-Therapie im Vitos Schmerzzentrum.

CRPS-Patientin (Morbus Sudeck) Fiona Goy wendet sich nach ihrem stationären Aufenthalt mit einem Brief an das Team im Schmerzzentrum der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel:

"Ich möchte mich heute mit einer sehr positiven Rückmeldung bei Ihnen melden und einen für mich ganz besonderen Erfolg mit Ihnen teilen.

Ich war vor Kurzem in Marokko und habe dort tatsächlich sehr oft Schuhe und Socken getragen. Allein das ist für mich schon ein riesiger Erfolg, wenn man bedenkt, wie ausgeprägt die Allodynie und die starke Berührungsempfindlichkeit Mitte März noch waren.

Aber ein noch viel größerer und für mich emotional sehr bedeutender Erfolg war: Ich war surfen.

Vor dem CRPS habe ich Snowboarden und Surfen sehr geliebt. In Rabat habe ich mich an meinem Geburtstag mit einem etwas größeren Board und einem Surflehrer im Privatkurs noch einmal in die Wellen getraut. Und tatsächlich: Ich habe gestanden und bin Weißwasserwellen gesurft.

Dieses Gefühl, wieder auf einer Welle zu stehen, war für mich unbegreiflich schön. Es war ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Die vielen Gleichgewichtsübungen und Quadrizepsübungen von Frau Domrich sowie die vielen Übungen zum Kraftaufbau meiner Sportwissenschaftler*innen für Rumpf, Brustwirbelsäule, Schultern, Fuß, Wade und Oberschenkel haben sich wirklich bezahlt gemacht.

In den folgenden sechs Tagen war ich dann jeweils noch mit einem Lehrer und einem etwas größeren Board in Essaouira im Wasser und hatte noch einige gute Wellen, die ich stehen konnte. Mein CRPS in beiden Füßen hat das tatsächlich sehr gut mitgemacht. Der kalte Atlantik tat den Füßen sogar gut.

Diesen Erfolg wollte ich unbedingt mit Ihnen teilen, weil ich so unglaublich glücklich war, dieses Gefühl, eine Welle zu reiten, noch einmal erleben zu dürfen.

Vielen lieben Dank an Herrn Dr. Kupferschläger, Herrn Dr. Böger und alle anderen Ärzt*innen für die gute, empathische und hilfreiche Betreuung während meines Aufenthalts.

Auch ein großes Dankeschön an Frau Domrich und Frau Treptow-Wünsche für die sehr hilfreichen Physioübungen, die neuen Impulse und die wertvollen Anregungen für mein Training zu Hause.

Jetzt, wo der Sommer auch hier begonnen hat, warten die Lahn und der Fluss auf mich – mit vielen Flusstouren und hoffentlich noch mehr als den 25 Kilometern aus dem letzten Jahr. Ich bin mir sicher, dass ich auch diese Herausforderung dank Ihnen, dank des Ketamins und dank allem, was ich während des stationären Aufenthalts im März gelernt habe, gut meistern kann.

Im Juni geht es für mich in die Niederlande. Dort möchte ich unbedingt noch einmal das Surfen versuchen – und Stand-up-Paddling auf dem Meer als nächste Gleichgewichts-Challenge.

Danke, dass Sie mir geholfen haben, wieder ein Stück Lebensqualität, Mut und Vertrauen in meinen Körper zurückzugewinnen.

Mit herzlichen Grüßen, Fiona Goy"

Mai 2026

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